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“Wie gelingt Digitalisierung in der chemischen Industrie?”

Am 22. Februar 2018 veranstaltet Zielpuls in Kooperation mit dem Chemie-Cluster Bayern bereits zum vierten Mal das interaktive Techemistry Event.

Die Digitalisierung ist in der chemischen Industrie eine noch größere Herausforderung als in anderen industriellen Branchen. Wie gelingt es, Produktionslinien chemischer Produkte so zu steuern, dass sie in digitalisierte Herstellungsprozesse entlang von
Wertschöpfungsketten integriert werden können, die Unternehmen und Branchen übergreifen?

 

Beim vierten Techemistry Event wird es nicht nur Beiträge von Referenten namhafter Firmen sowie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO geben, sondern es wird auch die Möglichkeit geboten, in einem interaktiven Workshop eigene
Ansätze zu entwickeln und zur Diskussion zu stellen.

 

Die Teilnahmegebühr beträgt regulär 180 €, für Mitglieder des Chemie-Clusters Bayern ist sie auf 140 € ermäßigt (jeweils zzgl. USt).

 

Bei Interesse können Sie sich bis den 16. Februar 2018 bei Herrn Andreas Becker von Zielpuls anmelden.

 

Andreas Becker

E-Mail: andreas.becker@zielpuls.com

Programm [671.3KB/pdf]

Zukunftssicherung der chemischen Industrie unter besonderer Berücksichtigung sich verändernder Rahmenbedingungen / Rohstoffbezogene Handlungsszenarien – Optionen für die chemische Industrie in Sachsen-Anhalt

Im Dezember 2017 konnte das Freunhofer IMWS mit Unterstützung der isw gGmbh und des Kooperationsnetzwerkes Chemie+, erfolgreich die Studie „Zukunftssicherung der chemischen Industrie abschließen. Die Studie befasst sich mit dem Rohstoffbedarf der im Mitteldeutschen Chemiedreieck angesiedelten Unternehmen und deren wirtschaftlicher Situation.

 

Der Rohstoffverbund im mitteldeutschen Chemiedreieck besitzt einige Besonderheiten, die diesen Standortverbund und die Verknüpfungen zu den Einzelunternehmen sehr deutlich von der Konzentration der Chemieindustrie an der Rheinschiene oder an der Küste unterscheiden:

 

  • Sehr deutliche Dominanz der Basischemie, bei der als Endprodukte Kunststoffe, Synthesekautschuke und Düngemittel die großen Volumina darstellen
  • Chemiestandorte und Chemieparks sowie Einzelstandorte sind mit Pipelines verbunden
  • Bemerkenswert ist die Wasserstoff- Pipeline, die vom Gaszentrum der Linde AG am Standort Leuna betrieben wird und die Standorte von Zeitz, Böhlen, über Leuna, Schkopau Bitterfeld/Wolfen bis nach Rodleben verknüpft
  • Die Rohstoffversorgung mit Pipeline erfolgt aus drei Richtungen in das Chemiedreieck. Erdöl kommt aus dem Raum Schwedt an der Oder über die russische Pipelineanbindung, Naphtha wird von Rostock (Ostsee) an den Standort transportiert und die Verbindung zum Transport von Ethylen erfolgt von Stade (Elbe-Nordsee) aus.

 

Bemerkenswert war die Beteiligung faktisch aller Unternehmen, die mit ihren großen Volumina den Rohstoffverbund dominieren: Total Raffinerie Mitteldeutschland GmbH, Dow Olefinverbund GmbH, SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH, DOMO Caproleuna GmbH, und einige mehr.

 

Bei einer Gesamtbeteiligung von ca. 25 % der angefragten Unternehmen werden so etwa 80 % des Gesamtumsatzes der chemischen Industrie in Sachsen- Anhalt erfasst. Das macht deutlich, dass die Notwendigkeit einer separaten Betrachtung der Situation des mitteldeutschen Chemiedreiecks von wichtigen Firmen nicht nur bestätigt, sondern auch ausdrücklich befürwortet wurde.

 

Die Leiter der bedeutenden Unternehmen zeigten nicht nur Interesse an der Mitwirkung. Es gab eine Reihe von ausführlichen Interviews zu strategischen Überlegungen, in denen Problemlagen der Rohstoff- und Energiepolitik, der Unbestimmtheiten der Energiewende sowie Absichten zum weiteren Ausbau der regionalen Kooperationen diskutiert wurden.

 

Die publizierte Studie des FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR MIKROSTUKTUR WERKSTOFFEN UND SYSTEMEN IMWS finden Sie in unserem Downloadbereich.