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EU Förderprogramme

Die Europäische Union bietet eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten für unterschiedliche Akteure in mehreren Themenbereichen. Im Rahmen von europäischen Kooperationsprojekten sollen Erfahrungen ausgetauscht werden, um einen gemeinsamen Lernprozess zu initiieren und die Übertragung von erfolgreichen Lösungen zwischen den europäischen Ländern und Regionen zu unterstützen. Es gibt Förderprogramme der Europäischen Union im Bereich der interregionalen Kooperation zur Verbesserung der Regionalpolitik (Interreg IVC) oder der transnationalen Zusammenarbeit zur Stärkung der territorialen Kohäsion (Interreg IVB). Des Weiteren fördert die EU die Forschungskooperation (7. Forschungsrahmenprogramm) unter besonderer Berücksichtigung der kleinen und mittleren Unternehmen. Im Rahmen des Programms Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) wird unter anderem auch das Thema der erneuerbaren Energien behandelt (IEE). Im Bereich Umwelt und Naturschutz bietet die EU Unterstützung durch das LIFE+ Programm. Das Programm Lebenslanges Lernen bietet Förderung für die Entwicklung des Humankapitals und Austausch von Fachkräften und Auszubildenden.

Das Clustermanagement bietet den Mitgliedern des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland und interessierten Akteuren eine Erstberatung zu den Möglichkeiten der EU Förderprogramme an. Hier kann Unterstützung bei der Themenfindung und der Einordnung in die EU Förderlandschaft gegeben werden. Die isw GmbH hat in den letzten Jahren mehrere erfolgreiche EU Projekte im Chemiebereich initiiert und umgesetzt. Diese Erfahrungen können im weiteren Prozess der Antragserstellung und Projektumsetzung genutzt werden.

Kontakt:
Andreas Fiedler
isw Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gemeinnützige Gesellschaft mbH
Seebener Straße 22
06114 Halle (Saale)
Tel.: +49 345 - 2998 - 2724
Email: fiedler@isw-institut.de
INTERREG IVC

INTERREG IVC zielt darauf ab, die Wirksamkeit der Regionalpolitik zu verbessern. Interregionale Kooperation in den Bereichen „Innovation und Wissensgesellschaft“ sowie „Umweltschutz und Risikovermeidung“ stehen im Mittelpunkt der Förderrichtlinien. Dabei wird die Bildung von Netzwerken und die Förderung des Erfahrungsaustauschs zwischen hauptsächlich regionalen und lokalen Behörden angestrebt, um die Effektivität regionaler Entwicklungsstrategien zu steigern. Im Rahmen von INTERREG IVC können Regionen aus allen 27 Mitgliedstaaten der EU zu einem definierten Thema miteinander kooperieren. Förderfähig sind nur öffentliche und öffentlich-äquivalente Einrichtungen. Für den Förderzeitraum zwischen 2007 bis 2013 sind 312 Mio. Euro an Fördermitteln reserviert. Die Förderhöhe beträgt zwischen 75% und 85%. Die zweite Ausschreibungsrunde wird am 27. Oktober 2008 veröffentlicht. Neue Anträge müssen bis zum 30. Januar 2009 eingereicht werden.

Ausführliche Informationen
INTERREG IVC [131.1KB/pdf]
Central Europe

Das Programm Central Europe (INTERREG IVB) hat das Ziel der Stärkung der territorialen Kohäsion, die Förderung der internen Integration und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Mitteleuropas. Zwei wesentliche strategische Ziele werden dabei verfolgt 1. die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Mitteleuropas durch Stärkung der Innovations- und Erreichbarkeitsstrukturen und 2. die Verbesserung einer ausgewogenen und nachhaltigen Entwicklung durch Steigerung der Umweltqualität und Entwicklung attraktiver Städte und Regionen in Mitteleuropa. Für den Zeitraum zwischen 2007 und 2013 stehen hierfür 246 Mio. Euro zur Verfügung. Öffentliche aber auch private Einrichtungen können sich in einer Projektpartnerschaft aus mindestens 3 Ländern des definierten Raumes Mitteleuropa um eine Förderung bewerben (75% / 85% EU Förderung). Die zweite Ausschreibungsrunde startet Anfang 2009 mit einem voraussichtlichen Einreichungsdatum Mitte März 2009.
7. Forschungsrahmenprogramm

Das. 7. Forschungsrahmenprogramm fördert mit 54,4 Mrd. Euro die Forschungskooperation in der Europäischen Union von 2007-2013. Das 7. FRP gliedert sich in vier spezifische Programme: 1. Kooperation (32,4 Mrd. €) Als Hauptsäule des 7. FRP wird hier die grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen Universitäten, Industrie und Forschungszentren gefördert . Die dabei thematisch vorgegebenen Forschungsbereiche (Themen) sind: Gesundheit, Lebensmittel, Landwirtschaft und Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologien, Nanowissenschaften, Nanotechnologien, Werkstoffe und neue Produktionstechniken, Energie, Umwelt (inkl. Klimawandel), Transport (inkl. Luftfahrt), Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften, Sicherheitsforschung, Weltraum. 2. Ideen (7,5 Milliarden €) Dieses im 7. FRP neue Programm stärkt die Spitzenkompetenz der europäischen Forschung und soll Europa sowohl für Spitzenforscher als auch für Forschungsinvestitionen attraktiver machen. 3. Menschen (4,7 Milliarden €) Die sogenannten. "Marie-Curie-Maßnahmen" sollen das Humanpotenzial in der Forschung maximal ausschöpfen. Diese Aktivitäten sollen dabei das Interesse für den Forscherberuf wecken bzw. Forscherinnen und Forscher in Europa und außerhalb anwerben. 4. Kapazitäten (4,2 Milliarden €) Das vierte spezifische Programm soll die Möglichkeiten für Forschung und Innovation verbessern. Durch die gezielte Förderung von z.B. Forschungsinfrastrukturen und KMU-Forschung soll deren optimale Nutzung gewährleistet werden. Projektvorschläge können von Konsortien im Rahmen von regelmäßig erscheinenden thematischen Ausschreibungen eingereicht werden. Es werden unterschiedliche Arten von Kooperationen gefördert, wie beispielsweise Verbundprojekte, Exzellenznetzwerke oder Koordinierungs- und Begleitmaßnahmen. Die Größe der Partnerschaft, des Budgets und die Förderhöhe hängen von den unterschiedlichen Rahmenbedingungen dieser Maßnahmen ab.
Wettbewerbsfähigkeit und Innovation Programm (CIP)

Das EU-Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP – Competitiveness and Innovation Programme) bündelt die auf die Wirtschaft und insbesondere auf kleine und mittlere Unternehmen ausgerichteten Fördermaßnahmen der EU. Mit den Aktivitäten im CIP sollen Innovationen, beispielsweise aus dem FRP, schneller die Märkte erreichen. Daher stehen die Mobilisierung von Finanzmitteln, die Förderung von Demonstrationsvorhaben und Markteinführungen in ausgewählten Bereichen, der Ausbau von Netzwerken sowie die Schaffung unternehmensfreundlicher Rahmenbedingungen im Vordergrund. Das CIP besteht aus drei Säulen:
Das Programm für unternehmerische Initiative und Innovation fasst die Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Innovationen aus den Unternehmen zusammen. Das Programm zur Unterstützung der Politik im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) unterstützt internetbasierte Informationsangebote und Informationsdienste, auch im öffentlichen und Verwaltungsbereich. Das Programm Intelligente Energie Europa ist auf innovative Technologien im Bereich erneuerbare Energie und effiziente Energieverwendung ausgerichtet.
Das CIP besitzt ein Budget von etwa 3,6 Mrd. € über die Laufzeit von 2007 bis 2013. Nähere Informationen zu den Anforderungen an die Antragsteller, und Förderkonditionen sind den jeweiligen zu veröffentlichenden Aufforderungen zur Einreichung von Projektvorschlägen zu entnehmen.
Lebenslanges Lernen

Zum 1. Januar 2007 ist das EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen (PLL) an den Start gegangen. Mit einem Budget von fast sieben Milliarden Euro fördert das bislang größte europäische Bildungsprogramm von 2007 bis 2013 den europäischen Austausch von Lernenden und Lehrenden aller Altersstufen sowie die europäische Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen.

Das Programm soll die bildungspolitische Zusammenarbeit in Europa unterstützen und insbesondere dazu beitragen, die Zielsetzungen der Erklärungen von Kopenhagen im Bereich der beruflichen Bildung und des Bologna-Prozesses im Hochschulbereich umzusetzen. Es besteht aus den vier Programmen: COMENIUS richtet sich dabei auf den Schulbereich und soll drei Millionen Schüler in gemeinsame Lernaktivitäten einbinden. Erasmus konzentriert sich auf das Studium und soll die Studenten in Ihrer Mobilität unterstützen. Das Leonardo Programm arbeitet im Bereich der berufliche Weiterbildung und Ausbildung. 80.000 länderüberschreitende Praktikumsplätze sollen hier jährlich gefördert werden. Grundigtv fördert die Erwachsenenbildung und die Mobilität von jährlich 7000 Personen in diesem Bereich.

Die Ausschreibungen erfolgen auf europäischer Ebene. Deutsche Antragsteller werden dabei unterstützt durch die nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung. Hier können alle Informationen zu den Ausschreibungsbedingungen aufgerufen werden.
LIFE+

LIFE+ ist das einzige Förderprogramm der EU, das ausschließlich gemeinschaftliche Umweltziele unterstützt. Dafür stehen von 2007 bis 2013 rund 2,1 Mrd. Euro zur Verfügung. 78 Prozent davon sind europaweit für Projekte in den Mitgliedstaaten vorgesehen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Finanzierung von Maßnahmen, die dazu beitragen, den Verlust an biologischer Vielfalt in Europa bis 2010 zu stoppen. Die Hälfte der Projektmittel ist dementsprechend für den Naturschutz reserviert. Außerdem werden Demonstrationsvorhaben zur Einführung innovativer Umwelttechnologien gefördert. Die Europäische Kommission ist verantwortlich für die Programmumsetzung. Bei der jährlichen Projektauswahl wird auf eine ausgewogene Zuteilung der Mittel an die Mitgliedstaaten geachtet. Deutschen Projekten steht 2008 ein Betrag von 24 Millionen Euro zur Verfügung. Dieser Betrag steigt auf 33 Millionen Euro im Jahre 2013 an.
LIFE + besteht aus drei Programmteilen:
1. Natur und Biologische Vielfalt (u. a. Umsetzung Natura 2000)
2. Umweltpolitik und Verwaltungspraxis (Entwicklung innovativer Konzepte, Technologien/Methoden und Instrumente im Sinne von Best-Practise)
3. Information und Kommunikation (z. B. Informationsverbreitung und Bewusstseinsbildung, Sensibilisierung für Umweltfragen).
Teilnahmeberechtigt sind öffentliche oder private Stellen, Akteure und Einrichtungen wie z. B. nationale, regionale und lokale Behörden, im EU-Recht vorgesehene spezialisierte Stellen, internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen. Antragsrunden finden jährlich statt und durchlaufen einen mehrstufigen Bewertungsprozess, der meist etwas länger als ein Jahr dauert. Die Höchstförderung durch die Europäische Union beträgt 50% der zuschussfähigen Kosten.